Evangelisch-lutherische Kirche von Ārlava

Die älteste Erwähnung über die Kirche von Arlava (Ārlava) ist schon 1383 zu finden. 1665 wurde eine neue Kirche gebaut, 1728 wurde sie umgebaut, aber 1777 als zerfallen erkannt. Das heutige gemauerte Gebäude wurde 1793 gebaut, aber die gotische Gestalt von heute - das ausgedehnte einschiffige Langhaus, den polygonalen Altarteil, die Sakristei und den rechteckigen Glockenturm mit einer polygonalen Turmspitze - hat die Kirche beim Umbau 1862/63 bekommen.

Die Anziehungskraft der Kirche liegt in ihrer Ausstattung (19. Jh.). Das Altarbild Die Beweinung Christi von C. Schönherr (1908; Kopie - J. Rötermann). Die Kirchendecke - ein eigenartiges segmentiertes Gewölbe - ist in der Holzkonstruktion gebaut worden. Der große durchbrochene Kronleuchter (1893) ist mit einem prachtvollen Gewinde geschmiedet, aber der kleinere Lüster aus Messing hat vier Engel am Ende, die ein Horn blasen. Die Orgel (1865), ein Werk des namhaften Meisters August Martins, ist sehr bedeutend in der lettischen Orgelbaugeschichte. Sie gehört zu den ältesten erhaltenen Instrumenten dieses Meisters.

Die Kirche von Arlava ist mit Recht als Stolz von Nordkurland anzusehen. Sie ist die größte ländliche Kirche. Um die Kirche befindet sich ein Friedhof.

Ārlava, Kirche
Ārlavas pagasts, Talsu novads
57°24'9.716"N 22°34'8.159"E
+371 29145305

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