Kāravkalns

 Der Burgberg Kāravkalns befindet sich in der Gemeinde Lībagi, 150 m von der alten Strasse Talsi - Lībagi, im vierten Kilometer von Talsi entfernt, unweit hinter dem See Mundigu ezers.
Die ersten Angaben über den Burgberg Kāravkalns hat der Archäologe E.Šturms im Sommer 1934 ermittelt, aber im Jahr 1937 wurde der neuentdeckte Burgberg unter der Leitung von A. Karnups von den Teilnehmern der archäologischen Ausgrabungen des Burgbergs von Talsi aufgemessen. Es wurde auch eine Sage darüber aufgeschrieben, dass sich den Hirten auf dem Hügel ein weißer Bock mit goldenen Hörnern zeigt.
Der Burgberg Kāravkalns ist mittelgroß (seine Fläche ist 20 x 40 m groß) und seiner Form nach - mit einem Wall an einem Ende der Fläche - gehöhrt er zu den Burgbergen, die für Kurland in der jüngeren Eisenzeit charakteristisch waren. Dass der Burgberg früher dicht bewohnt war, zeugt die 0,5 - 0,7 m dicke und viel Kohle enthaltende Kulturschicht, die auf der Hügelfläche und auf dem flachen Hang westlich von dem Wall des Burgbergs (an dem eventuellen Ort der Vorburg) festgestellt wurde.
Auf der östlichen Seite des Burgbergs Kāravkalns befindet sich ein runder, separater Hügel, dessen Form an die Kulthügel erinnert, die sich in der Nähe von den kurischen Burgbergen befinden, aber es ist noch nicht gelungen zu klären, ob dieser Hügel seine eigene Benennung gehabt hat, die von einer dem Burgberg entsprechenden Kultstätte zeugen könnte. Es gibt Angaben darüber, dass an der alten Eiche an dem südlichen Ende des Sees Mundigu ezers verschiedene Rituale vollgezogen wurden.

Kāravkalns
57°12'26.41"N 22°36'20.675"E

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