Königsberg

 Eine Sage erzählt, dass hier ein kurischer König beerdigt ist, dem zu Ehren die Einwohner auf seinem Grab Erde mit Mützen und Schürzen gebracht haben. Auf dem Hügel Ķēniņkalns wurde Ende des 19. Jahrhunderts mit der Hilfe des Lettischen Freundschaftsvereins der Stadtgarten eingerichtet. Den Grundstück für die Einrichtung des Gartens hat der Baron von Hahn aus Pastende gegeben. Im Stadtgarten wurden auf drei Terrassen Fußwege, Bänken für Erholung und eine romantische Treppe mit 122 Stufen eingerichtet, sowie Ziersträucher und Zierbäume gepflanzt. Der Keisergarten oder der Stadtgarten, wie die Einwohner ihn damals genannt haben, wurde sehr schnell zu einem beliebten Ort für Erholung und Spaziergänge. 1958 wurde am Fuße des Hügels der Festivalplatz eingerichtet, auf dem sich im Laufe mehrerer Jahrzehnte die Einwohner der Gegend zu Konzerten, Erholungsabenden, Tanzfesten und Sportwettbewerben versammelt haben. Seit dem 16. November 1996 ist der Hügel Ķēniņkalns mit dem von Kārlis Zemdega geplanten Denkmal Koklētajs (Kokle - das lettische Seiteninstrument; Koklētājs - der Spieler von Kokle; Bildhauer Vilnis Titāns) geschmückt, das den lettischen Soldaten gewidmet ist, die in den Freiheitskämpfen gefallen sind. Die Zeugen alter Zeiten sind die alte und die neue Fabrikas Straße, die ehemalige Wollfabrik und das Gefängnis des Zweiten Weltkriegs Moku kambari (Folterkammern) von 1944 - 1945. Am Fuße des Hügels befindet sich ein fast hundert Jahre altes Gebäude, das in einer kurzen Zeit (1910 - 1912) als das Haus des Lettischen Freundschaftsvereins für das Geld der Einwohner von Talsi gebaut wurde. In diesem Haus befindet sich der Ort, wo man glaubt: TIC - die Touristeninformation der Region Talsi (die Abkürzung TIC bedeutet lettisch auch man glaubt oder er/sie glaubt). Der Stadtplatz wurde am Anfang der 1960er Jahre eingerichtet, und hier versammeln sich auf verschiedene Veranstaltungen die Gäste der Stadt, im Frühling findet hier die Rallye Talsi, im Juli - der Stadtfest, aber im August - der Markt von Dižmāra (Dižs - groß, Māra - altlettische Göttin) statt. Die Hausfassade in der Lielā Straße 25 wird seit 1996 von einem stilisierten ethnographischen Ornament Talsu saulīte (Die Sonne von Talsi) geschmückt.

57°14'33.414"N 22°35'33.785"E

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