Vilkmuiža See

Der See von Vilkmuiža ist nur 1 km lang, 200 m breit und 3 - 5 m tief. Dieser See ist ein bedeutender Bewahrer der kurischen Altertümer und darum ist er auch den Archäologen weit außerhalb Lettland bekannt. Der See ist ein eigenartiger Ort der kurischen Brandbestattungen aus dem 11. - 14. Jh. Am östlichen Seeufer befand sich die Kultstätte für die Brandbestattungen. Im Scheiterhaufen wurden zusammen mit dem Toten auch Waffen, Werkzeuge und Schmuckstücke verbrannt, aber die überreste wurden im See versunken. Die ersten Altertümer hat im Winter 1928 im See von Vilkmuiža ein Einwohner aus Talsi gefunden. Auf der Suche nach seinem abgerissenen Blinker hat er mit einer Harke den Seeboden durchsucht und jedes Mal hat er Altertümer aus Bronze oder Eisen herausgezogen. Im Sommer 1934 wurden hier die ersten wissenschaftlichen Forschungen unter der Leitung des Archäologen Eduards Šturms durchgeführt. Es wurden mehr als 1000 Altertümer gefunden. Im Jahr 1936 hat der Archäologe Hugo Riekstiņš die Forschungen in dem See fortgesetzt. Es wurden wieder 1810 Altertümer gefunden. Den größten Teil der Funde haben Schmucksachen - Armbänder aus Bronze, Fibeln, Halsringe - gebildet. Es wurden auch Eisenwaffen, Rüstungsteile der Reiter, sowie Pferdegeschirre gefunden, die mit einer Formenvielfalt und dem hohen Niveau der Ausführung überraschen. Diese Funde sind im Historischen Museum Lettlands in Riga ausgestellt, aber im Kreismuseum von Talsi kann man die in den archäologischen Ausgrabungen von 1953 gefundenen mehr als 600 Altertümer besichtigen. 

 

Vilkmuiža See
Krasta iela, Ezera iela, Talsi, Talsu novads
57°15'6.138"N 22°35'17.023"E

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