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Stadt Talsi
 
     TALSI - DIE STADT DER NEUN HÜGEL

  Liela iela.JPG - 240x320 - 23.50 kb  Wer hat es gesagt, dass die Stadt Talsi auf neun Hügeln liegt?
    Wer hat diese Hügel gezählt und ihnen die Namen gegeben?
    Hat das vielleicht ein Zwerg oder ein Lausbube zugeflüstert, oder haben das weise Männer besprochen und entschieden, wer erinnert sich denn noch daran. 
    Vielleicht ist das der Stolz der Kurländer, erhaben und reich zu sein, indem man Geschichten und Legenden über seine Stadt schafft. 
    Darum ist es besser, alles einmal selbst zu sehen und zu Fuß zu erkunden. 
    Gehen wir spazieren durch die gepflasterten Straßen der Altstadt. Gehen wir im leichten Schritt die Treppen hinunter, aber langsamer gegen die Hügel, und dann von der Spitze wieder mit neuer Kraft hinunter. 
    Rollen wir von einem Hügel zum anderen, an die beiden Seen vorbei, bis alle Geschichten der neun Hügel zusammengerollt und neun runde Sachen gezählt sind: 

    - Die Sonne von Talsi in der Tracht und im Teppich der Blumen, 
    - Halsringe aus Bronze und die alten Ringe der Kuren, 
    - Töpferscheibe und Mahlstein, 
    - Die Kugel im Turm der Kirche, 
    - Der Kranz im Wappen der Stadt, 
    - Die Käserollen und Sklandrauši (Gemüsekuchen) von Talsi, 
    - Paletten des Künstlers, 
    - Trompeten der Bläser, 
    - Der Ring von Eichen auf dem höchsten Punkt von Talsi - auf dem Hügel Tiguļkalns.

    Hügel Talsu pilskalns (Der Burgberg von Talsi)

   
Der Burgberg von Talsi ist der Anfang von allem und das Herz der Stadt. Er erhebt sich 32 Meter über den See von Talsi. Mit dem Burgberg von Talsi sind verschiedene Legenden und Geschichten verbunden. Ein Vater soll drei Söhne gehabt haben - Talsis, Telsis und Tāsis...  Sie sind alle in die Welt gegangen, um Glück Pilskalns.JPG - 320x240 - 17.71 kbzu suchen. Der Sohn Talsis soll sein Glück hier gefunden haben. Er soll eine Burg gebaut, Felder bebaut und eine Jungfrau geliebt haben... 
    Im 9. Jh. haben auf dem Burgberg von Talsi die Liven von Kurland gewohnt. Sie haben diesen Ort Talusse genannt, was in der übersetzung ein einsames Landhaus bedeutet. 
    In den schriftlichen Quellen ist der Ortsname Talsi (Talse) zum ersten Mal im Jahr 1230 erwähnt worden, als der päpstliche Vizelegat Balduin von Alna einen Vertrag mit den älteren der kurländischen Stämme abgeschlossen hat. 
    Der Burgberg von Talsi ist die bis jetzt am besten erforschte Festung der Kuren. Von 1936 bis 1938 wurde bei den archäologischen Ausgrabungen unter der Leitung von Adolfs Karnups fast der zehnte Teil von der Hügelfläche erforscht. Insgesamt wurden ungefähr 4000 Altertümer gefunden. Laut den Ausgrabungen ist festzustellen, dass der Burgberg vom 10. Jh. bis zum 14. Jh. bewohnt war und dass sich hier eine der größten Burgen der Kuren mit einer Vorburg und mit einer 4 ha großen Altstadt befand. Die gefundenen 50 Hausteile und die 4000 Altertümer zeugen davon, dass in der alten Burg von Talsi Talsu ezers.JPG - 320x240 - 23.09 kbHandwerker mit sehr hoher Handfertigkeit wohnten. Die Einwohner beschäftigten sich mit dem Ackerbau, Landwirtschaft, aber weniger mit dem Handel. 
    Auf dem Burgberg haben Konzerte der Sängerfeste stattgefunden und findet auch noch heute statt, hier haben ethnographische Gruppen gesungen und getanzt, hier kann man die Trompeten der Bläser hören und hier wird das Johannisfeuer angezündet. Wenn Feste gefeiert werden, leuchtet hier im Himmel das Feuerwerk, aber am Fuße des Hügels und im See von Talsi, der historisch auch der See von Martinelli oder Ronne genannt wird, blühen sagenhafte Kerzenblüten auf. 

   Hügel Baznīckalns (Kirchenberg)

    Der Hügel Baznīckalns ist in den historischen Quellen zum ersten Mal als eine Kultstätte der Ahnen erwähnt worden.
    Schon vom Weiten kann man auf dieser Hügelspitze die weiße und prächtige evangelisch-lutherische Kirche von Talsi Talsi.JPG - 320x138 - 11.03 kbsehen. Die Kugel auf dem Kirchenturm erinnert an die Ausbreitung des Christentums in der ganzen Welt, aber der Hahn fordert auf, Wachsamkeit und reinen Gewissen zu behalten. 
    Das im Jahr 1567 gebaute Gebäude ist das älteste gemauerte Gebäude der Stadt, um das sich das Dorf und später die Stadt herausgebildet hat. Bis zur Mitte des 18. Jh. befand sich um die Kirche der Friedhof, aber auf dem Platz an der Kirche - der Schandpfahl und der Ort, wo Strafen ausgeführt wurden. Bis zu den 1930er Jahren fand hier freitags auch der berühmte Fischmarkt statt. 
    Der steile Hügel an der Kirche wurde am Anfang des 20. Jh. mit einer hölzernen Treppe mit der Lielā Straße Luteranu baznica.JPG - 207x320 - 15.96 kbverbunden. Sagen erzählen, dass die Keller der Kirche mit unterirdischen Gängen mit dem Burgberg und dem Hügel Dzirnavkalns (Mühlenberg) verbunden waren. 
    In diesem Gebetshaus hat von 1802 bis 1836 Carl Ferdinand Amenda (1771 - 1836) - der Jugendfreund des Komponisten Ludwig van Beethoven - als Pfarrer gedient. 
    Eine der ältesten Straßen ist die Dzirnavu Straße, in der das Auge von dem ehemaligen Gebetshaus der Juden angezogen wird, das in der Mitte des 19. Jh. gebaut wurde. Im Haus in der Dzirnavu Straße 1 hat der Schauspieler Juris Bartkevičs seine Kindheit, aber der Schriftsteller Aleksandrs Pelēcis - die letzten Jahre seines Lebens verbracht. 
    Die hügelige Oberfläche hat den Bau der Straßen und der Häuser beeinflusst. Schlagende Beispiele dieser Bauart sind das Haus von Anna Bekere in der Lielā Straße und die im Jahr 1909/1910 gebaute Mauer zwischen dem Hügel Baznīckalns und der Lielā Straße. 
    Der gespaltete Pflasterstein hat sich bis heute in der Ūdens Straße (Wasserstraße) und in der Kalēju Straße (Schmiedstraße) erhalten. Die Altstadt wird auch heute noch mit den Wasserpumpen geschmückt, die für die Stadt in den 1930er Jahren charakteristisch waren. In der Kalna Straße 10 Kaleju iela.JPG - 320x240 - 18.95 kbbearbeitet die Talsu piensaimnieks AG schon achtzig Jahre Milch zur Käse und zur anderen Leckereien. Der Käse Talsu ritulis (Der Käselaib von Talsi) ist eine der Visitenkarten Lettlands!   
   Hügel Dzirnavkalns (Mühlenberg)

   
Dieser Hügel wurde früher auch der Hügel Sudmalkalns genannt, er befindet sich an dem südlichen Ende des Sees von Vilkmuiža (Wolfsgut). Dieser Ort wird als eine Kultstätte der alten Kuren angesehen, wo der Livländische Orden am Anfang des 15. Jh. eine Burg gemauert hat. In den Chroniken wurde diese Burg zum letzten Mal 1636 erwähnt.  
    In der Mitte des 19. Jh. hat der Baron von Heyking anstatt der Ordensburg sein Stadthaus gebaut, und um das Haus hat er einen Park mit einer Anpflanzung von Bäumen und Büschen und Spazierwegen eingerichtet.
    Vor dem Jahr 1857 hat ein reicher jüdischer Kaufmann namens Jeruchmanow nebenan eine holländische Windmühle gebaut, die die Einheimischen die Mühle von Vilkmuiža oder die Teufelsmühle genannt haben. Diese Windmühle hat noch während des Ersten Weltkrieges gearbeitet, aber um 1922 ist sie abgebrannt. 
    Aus dem Hügel Dzirnavkalns bietet sich eine schöne Aussicht auf den See von Vilkmuiža, den Marktplatz, den in den 1950er und 1960er Jahren gebauten Stadtteil mit Privathäusern und die Eishalle von Talsi. Wenn wir unseren Spaziergang auf dem alten Pflasterstein von der Kalna Straße fortsetzen, kommen wir am Ezeru Platz (Platz der Seen) an, wo früher der berühmte Markt von Dižmāra (Dižs - groß, Māra - altlettische Göttin) stattgefunden hat. Hier ist auch die Gedenkstätte Der Ring des Lebens im Schatten des Todes (Bildhauer Ojārs Arvīds Feldbergs) an die Opfer der Tragödie von Talsi eingerichtet, die am 28. Juni Vilkmuizas ezers.JPG - 320x164 - 11.49 kb1997 geschehen ist. Die Jugendlichen und die Anhänger der aktiven Erholung können ihren Mut und ihr Geschick im Skatepark Neun Hügel überprüfen.

   Hügel von Vilkmuiža (Wolfsgut)

   
Der Hügel von Vilkmuiža und der See von Vilkmuiža. Wer kann das sagen, ob der See im Namen des Hügels oder der Hügel im Namen des Sees genannt worden ist? Leben hier die großen, sagenhaften Fische?
    Es ist nur bekannt, dass sich am östlichen Ende des Sees noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts der Gutshof Vilkmuiža befand, das dem Baron von Fircks gehörte, aber auf der anderen Seite des Sees lag das Krongut von Talsi. Der See von Vilkmuiža ist nur 1 km lang, 200 m breit und 3 - 5 m tief. 
    Dieser See ist ein bedeutender Bewahrer der kurischen Altertümer und darum ist er auch den Archäologen weit außerhalb Lettland bekannt. Der See ist ein eigenartiger Ort der kurischen Brandbestattungen aus dem 11. - 14. Jh. Am östlichen Seeufer befand sich die Kultstätte für die Brandbestattungen. Im Scheiterhaufen wurden zusammen mit dem Toten auch Waffen, Werkzeuge und Schmuckstücke verbrannt, aber die überreste wurden im See versunken.
    Die ersten Altertümer hat im Winter 1928 im See von Vilkmuiža ein Einwohner aus Talsi gefunden. Auf der Suche nach seinem abgerissenen Blinker hat er mit einer Harke den Seeboden durchsucht und jedes Mal hat er Altertümer aus Bronze oder Eisen herausgezogen. Im Sommer 1934 wurden hier die ersten wissenschaftlichen Forschungen unter der Leitung des Archäologen Eduards Šturms durchgeführt. Es wurden mehr als 1000 Altertümer gefunden. 
    Im Jahr 1936 hat der Archäologe Hugo Riekstiņš die Forschungen in dem See fortgesetzt. Es wurden wieder 1810 Altertümer gefunden. Den größten Teil der Funde haben Schmucksachen - Armbänder aus Bronze, Fibeln, Halsringe - gebildet. Es wurden auch Eisenwaffen, Rüstungsteile der Reiter, sowie Pferdegeschirre gefunden, die mit einer Formenvielfalt und dem hohen Niveau der Ausführung überraschen. Diese Funde sind im Historischen Museum Lettlands in Riga ausgestellt, aber im Kreismuseum von Talsi kann man die in den archäologischen Ausgrabungen von 1953 gefundenen mehr als 600 Altertümer besichtigen. 
   Hügel Krievragkalns

   
Der Hügel Krievragkalns befindet sich im neuen Stadtteil von Talsi. Seinen Namen, der mit dem Namen der russischen Bevölkerung verbunden ist, hat er bekommen, weil hier im 19. Jh. auf dem Grundstück des Kronguts von Talsi eine orthodoxe Kirche und Gebäude von Schulen gebaut wurden. Die Kirche hat das vom Staat oder vom Krongut von Talsi erworbene Grundstück in kleineren Stücken aufgeteilt und seinen Menschen verpachtet. 
    Die Gemeindemitglieder dieser Kirche waren Einwohner, die den orthodoxen Glauben angenommen und den Hügel Krievragkalns bebaut haben. 
    Die orthodoxe Kirche gibt es nicht mehr, sie wurde im Herbst 1972 gesprengt. Die Gebäude der Schule sind umgebaut und heute befindet sich hier die Christliche Schule von Talsi. 
    Zwischen Bäumen und Häusern aus roten Ziegeln erheben sich die Bauten der Neuzeit - das administrative Zentrum, wo die Kreisverwaltung von Talsi untergebracht ist, hier befindet sich auch das Hotel Talsi und das Sporthaus von Talsi, aber auf die Kleinen wartet am Fuße des Hügels Krievragkalns der Spielplatz In Talsi fährt der Zug ein
    Unweit, in der Kr. Valdemāra Straße 34, erhebt sich die stattliche Baptistenkirche von Talsi, die eine der seltenen Kirchen in Lettland ist, die so einen hohen Turm hat. Auf der anderen Straßenseite lädt seit 1960 das Kino Auseklis (Morgenstern) Kinoliebhaber ein. 
    Der Busbahnhof bewahrt Erinnerungen über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts auf, als hier der Bahnhof war und die Schmalspurbahn von Mazirbe nach Stende vorbei fuhr. Die letzte Lokomotive von Stende ist in dem Museum für Agrartechnik Lettlands in der Celtnieku Straße 11 zu besichtigen. 
    Die Zvaigžņu Straße führt bis zum Birnbaum Talsu skaistule (Die Schönheit von Talsi). Diese Birnbaumsorte, die der Stolz der ehemaligen Gärtnerei von Wilhelm Rode ist, ist heutzutage sehr beliebt. An einer Seite dieser Straße befindet sich die Gruft Lecu kalns.JPG - 320x240 - 23.66 kbder Familie Heinz-Kupfer, die Baudenkmal von nationaler Bedeutung ist. Diese Gruft ist in den Jahren 1801 - 1806 im Stil Neoklassizismus gebaut worden. Das Gebäude hat die Form eines gleichseitigen Dreiecks, aber die Ecken sind mit Säulen geschmückt.   
   Hügel Leču kalns

   
Der Hügel von Leči befindet sich unweit von dem Staatlichen Gymnasium Talsi. Den Grundstück, der früher dem Baron von Pastende gehörte, hat am Anfang des 20. Jahrhunderts der Besitzer des Hauses von Leči gewandt bewirtschaftet. Auf den Feldern von Leči gab es immer gute Ernte, trotz allen Wetterumständen. 
    Im November 1906 hat dieser Hügel Tränen und Blut erlebt. Unten am Teich befindet sich der Ort, wo sechs Teilnehmer der damaligen Revolution erschossen wurden. Im Herbst 1980 wurde auf dem Hügel von Leči ein Denkmal (Bildhauerin O.Nigule) enthüllt, das der Revolution von 1905 - 1907 gewidmet ist. Auf dem Denkmal kann man die Reihen der Dichtung Talsu tiesa (Das Gericht von Talsi) lesen, die der bekannte lettische Dichter Jānis Rainis geschaffen hat, der am Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit seiner Frau Aspazija im Exil in der Schweiz (bei Lugano) gelebt hat. 
    Die Einwohner von Talsi haben in der Mitte der 1930er Jahre diesen Hügel zum Gedenkort der lettischen Freiheitskämpfer gewählt, weil man das von Kārlis Zemdega geplante Denkmal Koklētajs (Kokle - das lettische Seiteninstrument; Koklētājs - der Spieler von Kokle) aufstellen wollte, aber die neue Saatsmacht und das Zweite Weltkrieg haben diese Pläne durchkreuzt.Keninkalns.JPG - 213x320 - 74.10 kb 
    Auf der Kreuzung der Brīvības, Saules, Stendes und F. Blumbaha Straßen befindet sich ein Stammteil der Strafkiefer, die die Zeugin des tragischen Ereignisses von Januar 1906 ist, als hier fünf Teilnehmer des bewaffneten Aufstandes von Talsi erschossen wurden. 
    Gegenüber der Strafkiefer kann man einen Pfahl mit dem Wappen von Talsi sehen, der das Symbol der neun Hügel der Stadt, der Gastfreundlichkeit und der Freundschaft ist. In der Egļu Straße freut sich jede Seele über die Sammlungen der Zierpflanzen der Kurzemes sēklas GmbH. 


   Hügel Ķēniņkalns (Königsberg)

   
Eine Sage erzählt, dass hier ein kurischer König beerdigt ist, dem zu Ehren die Einwohner auf seinem Grab Erde mit Mützen und Schürzen gebracht haben.
    Auf dem Hügel Ķēniņkalns wurde Ende des 19. Jahrhunderts mit der Hilfe des Lettischen Freundschaftsvereins der Stadtgarten eingerichtet. Den Grundstück für Piemineklis_Kokletajs.JPG - 320x480 - 38.38 kbdie Einrichtung des Gartens hat der Baron von Hahn aus Pastende gegeben. Im Stadtgarten wurden auf drei Terrassen Fußwege, Bänken für Erholung und eine romantische Treppe mit 122 Stufen eingerichtet, sowie Ziersträucher und Zierbäume gepflanzt. Der Keisergarten oder der Stadtgarten, wie die Einwohner ihn damals genannt haben, wurde sehr schnell zu einem beliebten Ort für Erholung und Spaziergänge. 1958 wurde am Fuße des Hügels der Festivalplatz eingerichtet, auf dem sich im Laufe mehrerer Jahrzehnte die Einwohner der Gegend zu Konzerten, Erholungsabenden, Tanzfesten und Sportwettbewerben versammelt haben. 
    Seit dem 16. November 1996 ist der Hügel Ķēniņkalns mit dem von Kārlis Zemdega geplanten Denkmal Koklētajs (Kokle - das lettische Seiteninstrument; Koklētājs - der Spieler von Kokle; Bildhauer Vilnis Titāns) geschmückt, das den lettischen Soldaten gewidmet ist, die in den Freiheitskämpfen gefallen sind. Die Zeugen alter Zeiten sind die alte und die neue Fabrikas Straße, die ehemalige Wollfabrik und das Gefängnis des Zweiten Weltkriegs Moku kambari (Folterkammern) von 1944 - 1945. 
    Am Fuße des Hügels befindet sich ein fast hundert Jahre altes Gebäude, das in einer kurzen Zeit (1910 - 1912) als das Haus des Lettischen Freundschaftsvereins für das Geld der Einwohner von Talsi gebaut wurde. In diesem Haus befindet sich der Ort, wo man glaubt: TIC - die Touristeninformation der Region Talsi (die Abkürzung TIC bedeutet lettisch auch man glaubt oder er/sie glaubt). Der Stadtplatz wurde am Anfang der 1960er Dizmaras tirgus.jpg - 320x240 - 27.76 kbJahre eingerichtet, und hier versammeln sich auf verschiedene Veranstaltungen die Gäste der Stadt, im Frühling findet hier die Rallye Talsi, im Juli - der Stadtfest, aber im August - der Markt von Dižmāra (Dižs - groß, Māra - altlettische Göttin) statt. Die Hausfassade in der Lielā Straße 25 wird seit 1996 von einem stilisierten ethnographischen Ornament Talsu saulīte (Die Sonne von Talsi) geschmückt.

    Hügel Tiguļkalns  

   
Der Hügel Tiguļkalns ist der höchste von allen Hügeln der Stadt und er beobachtet das Stadtleben von der Seite. Früher befand sich hier das Haus Tiggul-Upsaji.
    Ein schöner Ort, der von dem Baron von Fircks aus Okte eingerichtet wurde. Er hat hier von 1883 - 1885 auch sein Stadthaus Villa Hochheim gebaut. Am längsten wurde dieses Gebäude von der Staatlichen Talsu novada muzejs.JPG - 320x240 - 17.46 kbMittelschule von Talsi (1923 - 1956) und von der Zweiten Siebenjährigen Grundschule von Talsi (1956 - 1975) verwendet. 
    Seit Dezember 1996 ist in diesem Gebäude das Kreismuseum von Talsi beheimatet. Die Kanonen aus dem 17. Jh., die auf beiden Seiten der breiten Paradetreppe hingestellt sind, geben dem Gebäude eine majestätische Gestalt, aber der Park mit der Anpflanzung von Bäumen und Büschen erzeugt ein natürliches und gemütliches Gefühl. 
    Der Landschaftspark wurde gleichzeitig mit dem Bau des Gebäudes eingerichtet, dabei wurde die hügelige Umgebung, der Teich und die Aussicht auf die Stadt berücksichtigt. 
    Zur Zeit sind die 270 Baumarten, die auf der Fläche von 5,8 ha wachsen, mit einer Anpflanzung von Büschen und Blumen ergänzt, die einen Teil des Ornaments Talsu saulīte (Die Sonnne von Talsi) bildet. Auf dem höchsten Punkt des Hügels wächst ein aus Eichen gepflanzter Doppelkreis. 
    Hinter dem Park befindet sich die Saules Straße, die vor dem Ersten Weltkrieg bebaut wurde, und die römisch-katholische Kirche von Talsi. Das kleine Haus aus roten Ziegeln hat 1899 die Gutsbesitzerin Antonina Dzedule der katholischen Gemeinde geschenkt. Talsu novada muzejs3.JPG - 320x212 - 26.71 kb
    Nach der Rekonstruktion im Jahr 1999 (Architekt Valdis Liepa) hat das Gotteshaus eine moderne Gestalt bekommen. Der Kirche wurden zwei Kapellen - eine für Beichte und die andere für die Jungfrau Maria - und ein Glockenturm (2004) angebaut, dessen drei Glocken jeden Tag uns ansprechen: „...Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen." (1. Korinther 13,13)

    Hügel Sauleskalns (Sonnenberg)

   
Der Hügel Sauleskalns ist der Ort des Sonnenscheins, der Musiktöne, der Lieder und der Tanzrhythmen. Hier lautet die Hymne von Talsi Talsu Mijkrēslis (Die Dämmerung von Talsi), die Miervaldis Celmiņš komponiert hat, und das populäre lettische Lied Lecam pa vecam! (Tanzen wir wie früher!) zusammen mit dem Blasorchester Talsi. In den Gedanken kehren hier die in Lettland bekannten Musiker aus Talsi Linda Leen, Raimonds Tigulis, Jānis Stībelis, Intars Busulis, Rihards Zaļupe... zurück. Die Bauarbeiten der Freilichtbühne begannen 1960 (Architekt H.Pļavinskis) mit der Unterstützung der Einwohner, die sehr entgegenkommend waren. Der kleine und fast zugewachsene Teich wurde zugeschüttet und anstatt des Teiches wurden eine Bühne mit einer dekorativen Kalksteinwand hinter der Bühne, Plätze für Treppen und Bänke gebaut, sowie ein Amphitheater und Fußwege eingerichtet.
    In den 1980er Jahren wurde hier die Umgebung rekonstruiert. Damit man die Freilichtbühne erreichen kann, wurde ein Fußweg von der Fabrikas Straße über die Saules Straße bis zu der Freilichtbühne gebaut, aber für das Verkehr wurde die Jaunatnes Straße erweitert.
    Während der Sommersaison ist die Freilichtbühne mit 5000 Sitzplätzen ein beliebter Ort für Kulturveranstaltungen und Erholung sowohl für die Einwohner der Stadt und der Region, als auch für die Einwohner Lettlands und die Gäste der Stadt. Auch die jährliche Rallye Talsi nimmt hier im Frühling eine Kurve. 

    Wenn diese Information in anderen Quellen veröffentlicht wird, muss die Quelle der Information angezeigt werden:
www.talsitourism.lv